Geschichte

1989-1991 Anfänge im Zürcher Sozialamt
Espoir ist aus der Not eines aidskranken Mädchens entstanden, dessen Eltern gestorben waren. Die damaligen Sozialstrukturen liessen eine Unterbringung in einem Heim nicht zu. Helen von Arx, zu der Zeit Sozialarbeiterin in einem Heim der Stadt Zürich, wurde damit konfrontiert und suchte für dieses Kind eine Pflegefamilie.  Daraus entwickelte sich ein Projekt zur Pflegeplatzorganisation, das von der Stadt Zürich bewilligt wurde. Auch anderen betroffenen Kindern konnte dadurch das Aufwachsen in einem familiären Umfeld ermöglicht werden.

1992 -1999 Vom Projekt zur Vereins-Gründung
Leider fiel das neue Projekt nach drei Jahren Sparmassnahmen der Stadt zum Opfer. Die Gründerin mochte ihr Projekt nicht sterben lassen: Der Verein «Espoir» wurde gegründet und entwickelte sein Angebot laufend weiter. Das Ziel, benachteiligten Kindern im ganzen Kanton Zürich eine hoffnungsvolle Perspektive zu geben, wurde konsequent verfolgt. Neben den begleiteten Pflegeplatzierungen wurde das Angebot von Espoir mit sozialpädagogischen Familienbegleitungen und Abklärungen vor Ort in den Familien erweitert.

Nun galt es die nötigen Geldmittel zu beschaffen für den jungen Verein; die geleistete Betreuungsarbeit konnte nur zu zwei Drittel durch Rechnungsstellung an die Sozialbehörden finanziert werden. Vereinsmitglieder, eine limitierte Defizitgarantie des Kantons, Gönner und immer wieder namhafte Sponsoren leisteten einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des Vereins.

2000-2007 Vom Einzelprojekt zum Modell
Neben der Aidsproblematik spezialisierte sich Espoir auf Not leidende Kinder, deren Eltern psychische, Sucht- und andere Probleme haben und in schwierigen sozialen Verhältnissen leben. Der Bedarf war gross und so etablierte und erweiterte sich Espoir. Die Geschäftsstrukturen mussten laufend den Gegebenheiten angepasst werden.

2008-2010 Weiterentwicklung zur anerkannten Sozialinstitution
Espoir leistete weiterhin Sensibilisierungsarbeit für die Bedürfnisse der Kinder. Rahmenverträge mit der Stadt Zürich für die Erbringung von begleiteten Pflegeplatzierungen, sozialpädagogischen Familienbegleitungen und Abklärungen wurden unterzeichnet. 2010 trat die Gründerin Helen von Arx in den Ruhestand.


Seit 2011 Konsolidierung und weitere Professionalisierung
Am 1. April 2011 erfolgte der Umzug in die heutigen Geschäftsräume an der Brahmsstrasse 28 in Zürich, gleichzeitig trat Lucia Schmid als Geschäftsführerin ein. 

Espoir reflektiert und entwickelt das Angebot kontinuierlich weiter und sorgt für die entsprechende Weiterbildung der Fachpersonen und Pflegeeltern.

Inzwischen ist Espoir in der Lage, den grössten Teil der anfallenden Kosten aus den Erträgen der erbrachten Dienstleistungen zu decken. Für die Finanzierung der Soforthilfe für Kinder in Not und für die Entwicklung der Kinder wichtigen sozialpädagogischen Interventionen, wie z. Bsp. die erlebnispädagogischen Angebote ist Espoir auf Spenden angewiesen.

2012 feierte der Verein Espoir sein 20-jähriges Bestehen.

2014 erlangte Espoir das Qualitätslabel FPO Integras.